Freitag, 19. April 2013

Utrogest, die Zweite

Freitag, 19.04.2013

Ich weiß nicht, was ich tun soll. Am 29.04. soll ich noch mal zu meiner Gyn kommen, weil sie mir dann das Utrogest verschreiben will, damit sich meine zweite Zyklushälfte etwas verlängert. Aber verlängert sich dann nicht auch automatisch mein ganzer Zyklus? Das wäre echt total blöd, denn so wie mein Zyklus derzeit ist, hätte ich sowohl zu meiner Hochzeit als auch in meinen Flitterwochen keine Mens. Wenn sich jetzt aber durch das Utrogest alles verschiebt, dann kann es sein, dass ich am „Schönsten Tag meines Lebens“ voll auslaufe und das wäre mit dem Kleid echt doof.

Eigentlich ist es doch auch ausreichend, wenn wir diese Utrogest-Geschichte erst starten, wenn ich verheiratet bin. Jetzt in den letzten Monaten vor dem großen Tag hab ich eigentlich auch gar keine Nerven für so was. Ich hoffe nur, meine Gyn versteht das auch, wenn ich ihr das erkläre. Sie hat ja immer so den Hang dazu, einen zu irgendwelchen Sachen überreden zu wollen. Was sagt ihr denn dazu? Habt ihr eine Idee, was ich am Besten tun soll?

Freitag, 12. April 2013

Utrogest

Freitag, 12.04.2013

Also, ich war gestern wieder bei meiner Frauenärztin, eigentlich nur zur normalen Kontrolle (ein halbes Jahr war schon wieder um – wie schnell doch die Zeit vergeht).
Ich hatte ihr beim letzten Mal gesagt, dass wir jetzt erst mal eine Pause vom „Arbeiten“ am Kinderwunsch nehmen wollten, weil wir ja im September heiraten. ABER: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Ich also nach ca. einer Stunde WARTEN ins Behandlungszimmer, hab ihr meine jetzt seit drei Monaten geführte Temperaturkurve vorgelegt (sie hatte mir empfohlen, mal mit dem Messen anzufangen, um zu prüfen, ob überhaupt ein Eisprung stattfindet) und da meinte sie, dass es gar nicht so schlecht aussieht, Eisprung findet statt, aber immer etwas spät, die zweite Zyklushälfte wäre zu kurz. Somit könnte sich eine vielleicht sogar befruchtete Eizelle gar nicht einnisten, weil sie schon gleich wieder abgeblutet würde…

Also ich mache mir ja vor meinen FA-Terminen IMMER ziemliche Gedanken und spiele alle möglichen Eventualitäten durch, die mich erwarten könnten und jedes Mal, aber wirklich JEDES Mal kommt irgendetwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet habe.

Na jedenfalls war ich erst mal total geplättet. Klang ja schon erst mal nicht sooo schlecht, was sie da sagte. Und sie meinte dann, dass sie (weil es von der Zeit her gerade gut passt – ich war gestern ZT 20 – also eine Woche nach ES) gleich mal Blut abnehmen würde, um die Hormonwerte zu checken. Und für den nächsten Zyklus würde sie mir dann Utrogest verschreiben wollen. Dazu sollte ich aber nächste Woche erst noch mal anrufen, die Hormonwerte erfragen und dann Ende des Monats, also nach meiner Mens, noch mal zu ihr kommen, damit wir das mit dem Utrogest noch mal genau besprechen könnten.

Eigentlich wollte ich ja diese ganze Hormonbehandlungssache und alles, was nicht natürliche Therapien oder Behandlungsmethoden sind, gar nicht machen, aber inzwischen bin ich mir nicht mehr so sicher. Ich werde ja nicht jünger und irgendwie will ich auch nicht in ein paar Jahren, wenn es dann vielleicht auf natürlichem Wege immer noch nicht geklappt hat, feststellen, dass ich inzwischen zu alt bin, um mich dann noch auf eine medizingestützte Behandlung einzulassen. Es wird ja mit Sicherheit nicht leichter werden, je älter man wird.

Was meint ihr denn dazu? Was für Erfahrungen habt ihr mit Utrogest? Immerhin handelt es sich ja um ein Hormonpräparat und irgendwie ist es in meinen Augen doch schon der erste Schritt in Richtung Hormontherapie (was ich ja eigentlich nicht wollte). Was soll ich nur tun?

Meine Frauenärztin scheint mich immer mehr in diese Richtung zu … „drängen“ (ich weiß nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll). Ich hab ihr schon paar Mal gesagt, dass wir es eigentlich nur auf natürlichem Wege versuchen wollen und keine hormonellen oder sonst medikamentösen Behandlungen oder Therapien möchten. Aber sie lässt davon einfach nicht ab. Und das verunsichert mich total.

Ich hab ihr dann auch noch das Spermiogramm meines *Buddas* gegeben und da meinte sie, wir sollten jetzt erst mal seine Vitamintherapie fertig machen und dann sehen, ob sich da eine Besserung zeigt. Und dann könnten wir weiter kucken, ob eine IUI oder eine ICSI für uns in Frage käme.
Das geht mir aber schon alles zu sehr in die Richtung „UNNATÜRLICH“. Ich weiß nicht, wie ich das sonst ausdrücken soll. Ich bin eher für die alternativen Heilmethoden. Und ganz ehrlich, ich hab nicht den Eindruck, dass sie überhaupt schon alles gecheckt hat, ob überhaupt sonst alles okay ist.

Hab zum Beispiel im Internet gelesen, dass eine Nebennierenschwäche ebenfalls ein Grund sein kann, nicht schwanger zu werden und ich muss zugeben, dass fast alle Symptome, die dort aufgeführt sind, bei mir zutreffen. Das werde ich meiner FA beim nächsten Termin auch noch mal sagen und fragen, ob sie das mal abchecken kann. Schließlich ist es doch MEINE Entscheidung, welche Therapien ich machen möchte und welche nicht. Oder entscheidet das der Arzt? Es ist ja nicht so, dass ich krank bin. Ich will doch nur ein Kind haben :-((

Würde mich über Feedback von erfahreneren Kinderwunschmädels mega freuen!!!

Mittwoch, 10. April 2013

...Freunde...

Mittwoch, 10.04.2013

Gestern Abend konnte ich ewig nicht einschlafen und das hatte folgenden Grund:

Ich hatte mir schon vor ziemlich langer Zeit mit meiner Freundin A einen Termin ausgemacht, an dem wir uns mal wieder treffen und was gemeinsam unternehmen wollten. Wir – das beinhaltet sie und ihren Mann und ihre beiden Söhne und mich und meinen *Budda*.
Gestern Abend rief sie mich erst an, da wir aber schon im Bett waren und mein *Budda* schon schlief, hab ich sie weggedrückt. Danach kam eine SMS, in der sie mir mitteilte, dass das was wir uns ausgemacht hatten nicht klappt und dass sie alternativ vorschlägt, dass wir bei uns in der Gegend wandern gehen, mit Picknick, und anschließend bei Freundin B grillen. Mit Freundin B hätte sie bereits alles geklärt, die wäre einverstanden. Aber sie wöllte natürlich mich noch fragen, ob wir da auch einverstanden sind.

Na was soll ich denn da noch dazu sagen? Egal, was ich dazu sagen würde, ich wäre am Ende der Buhmann. Und es ist nicht mal so sehr die Tatsache, dass wir nun doch nicht nur zu sechst sind, sondern dass ich einfach wieder vor vollendete Tatsachen gestellt werde. Hätte sie mich erst mal gefragt, was wir davon halten, wenn sie Freundin B mit fragt, ob die auch mitkommen wollen, dann hätte ich sicher kein Problem damit gehabt. Aber das erst mit Freundin B zu klären und mich dann quasi nur noch drüber zu informieren, finde ich ziemlich doof.

Und jetzt könnt ihr euch vorstellen, wie ich mich riesig auf diesen gemeinsamen Tag freue. Dazu kommt ja noch, dass sowohl Freundin A als auch Freundin B jeweils zwei Kinder haben. Und mein *Budda* und ich sind dann wieder wie das fünfte Rad am Wagen, ein lästiges Anhängsel. Inzwischen hab ich bei all unseren Freunden dieses Gefühl, dass ich nur ein lästiges Anhängsel bin.
Alle aus unserem bisherigen Freundeskreis haben inzwischen mindestens ein Kind. Und wenn wir uns nur mit einem Pärchen treffen, ist das auch überhaupt kein Problem. Aber es kommt in letzter Zeit immer häufiger vor, dass so ein Pärchen / Kleine Familie nicht nur uns einlädt oder sich mit uns verabredet, sondern dass dann immer noch gleich wenigstens ein anderes Pärchen / Kleine Familie dazu eingeladen wird. Warum eigentlich? Sind wir nicht ausreichend, damit man sich mit uns alleine trifft? Sind wir zu langweilig? Zu verklemmt? Nicht gesprächig genug? Ich komme mir dadurch total überflüssig vor. Ungewollt. Und irgendwie einsam. Denn letztendlich ist es ja am Ende dann auch immer so, dass sich die Eltern nur untereinander über ihre Kinder unterhalten. Und da können mein *Budda* und ich natürlich nicht mitreden.

Ich traue mich aber auch nicht, das Thema mal anzusprechen, weil ich immer das Gefühl habe, ich müsste allen (auf Deutsch gesagt) in den A**** kriechen, damit sie mich akzeptieren. Wahrscheinlich kommt mir das nur so vor oder ich bilde mir das ein, aber das Gefühl ist nun mal so. Als ob immer alle gleich böse auf mich sind, wenn ich mal meine Meinung sage. Mich ruft ja auch keiner meiner „Freunde“ einfach mal so an um zu plaudern. Nein, ich werde nur angerufen, wenn man von mir irgendetwas will. Warum? Was mach ich denn so schlimmes? Oder was mache ich nicht? Was ist denn so falsch an mir? Ich weiß es nicht, aber es belastet mich und macht mich fertig und traurig. Und ich weiß nicht, mit wem ich überhaupt mal darüber reden soll. Bei meinem *Budda* möchte ich das nicht alles abladen, denn der kann ja nix dafür und ändern kann er es auch nicht. Er wird maximal auch noch zwischen die Fronten gedrängt und das möchte ich nicht. Ich weiß einfach nicht weiter…