Freitag, 28. Dezember 2012

Schwindel



Donnerstag, 20. Dezember 2012

Also, am 04.01. haben wir jetzt Termin beim Urologen, der uns dann hoffentlich etwas Genaueres zu dem Ergebnis des Spermiogramms sagen kann und vielleicht hat er auch gleich noch ein paar Ideen, wie es jetzt weitergehen könnte. Ob wir etwas tun können rein von unserem Lebensstil her oder so. Ich denke zwar schon, dass wir einigermaßen gesund leben, aber Verbesserungsmöglichkeiten gibt es sicher immer. Vielleicht muss mein *Budda* auch einfach mal seinen Schokoladenkonsum etwas einschränken. Jeden Tag mindestens eine Tafel ist vielleicht doch etwas zu viel. Aber wir werden sehen. Vielleicht hat das auch gar keinen Einfluss darauf.

Ich bin jedenfalls gespannt, was uns der Doc sagen wird und ob es noch Hoffnung auf ein eigenes Baby gibt. Momentan bin ich zwar nicht ganz so böse wenn es nicht klappt, da wir ja wie gesagt unsere Hochzeit für September vorbereiten, aber dennoch würde ich mich natürlich riesig freuen, wenn es endlich klappen würde.

Hab ich schon erzählt, dass ich mein Kleid bestellt habe? Hab es mir schon vor Monaten im Internet rausgesucht, wird in China geschneidert und dann zu mir geschickt – vorausgesetzt es klappt alles so wie es soll. Ich bin gespannt. Ende Januar, Anfang Februar müsste es da sein. Schauen wir mal.

Seit letztem Wochenende hab ich wieder solche Schwindelanfälle, wo ich mich fühle, als wäre ich betrunken. Das hatte ich letztes Jahr schon mal. War dann bei allen möglichen Ärzten, zum MRT, Röntgen, beim Neurologen, beim HNO-Arzt. Kein brauchbares Ergebnis. Hab dann so homöopathische Tropfen bekommen und damit ging es dann weg. Gleichzeitig hab ich die Folsäure weggelassen. Nun bin ich mir aber nicht sicher, was davon Ausschlag gebend war. Jedenfalls nehm ich nun seit 2 Tagen wieder die Tropfen, aber bisher ist noch keine Besserung in Sicht. Die Folsäure hab ich auch erst mal abgesetzt. Die hatte ich die letzten Monate wieder angefangen regelmäßig zu nehmen. Vielleicht liegt es wirklich daran. Immerhin liest man ja doch hin und wieder, dass ein Zuviel an Folsäure ebenfalls schädlich sein kann. Schließlich haben unsere Eltern damals auch ihre Kinder ohne Folsäure gesund auf die Welt gebracht. Wieso soll das also heute anders sein. Meine Freundin hat auch keine Folsäure genommen und ihren Mädels geht’s gut. Also werde ich die jetzt einfach weglassen und hoffen, dass diese Schwindelattacken weggehen. Das ist nämlich echt nervig. Man fühlt sich gar nicht mehr wie ein Mensch.

Jetzt geht's los

Freitag, 14.12.2012


Ich verfolge nun schon seit einiger Zeit verschiedene Blogs über das Thema Kinderwunsch. Gleichzeitig schreibe ich Tagebuch in den Momenten, in denen es mir richtig mies geht und ich nicht weiter weiß und nicht weiß, mit wem ich reden soll. Also warum nicht das Eine mit dem Anderen verbinden und einen eigenen Blog starten?

Gesagt – getan. Und nun geht’s los.

Zu Beginn will ich euch kurz (vielleicht auch länger – mal sehen) etwas zu meiner Geschichte erzählen. Wer das nicht wissen möchte, muss es ja nicht lesen… ;-)

Früher, also so circa bis ich 25 war, wollte ich nie Kinder haben. Ich weiß nicht, wo das her kam, vielleicht weil meine Mama Erzieherin ist und es mich immer abgeschreckt hat, dass die vielen Kinder so laut und wild und verrückt waren / sind – keine Ahnung. Jedenfalls irgendwann ging es dann bei meinen Freundinnen los, dass eine nach der anderen schwanger wurde, Kind bekam, wieder schwanger wurde, 2. Kind kam. Und ich fing an umzudenken.
Mein damaliger Freund war aber noch nicht so weit und wollte noch warten – wir hätten ja noch genug Zeit.  Irgendwie lief es zwischen uns auch nicht mehr so gut und (im Nachhinein betrachtet) vielleicht wollte ich damit auch nur unsere Beziehung retten (hört man ja oft, man denkt nur, das würde man selbst nie tun und dann merkt man es gar nicht).
Hab mich dann jedenfalls irgendwann von ihm getrennt nachdem ich 4 Jahre lang darüber nachgedacht habe, ob ich das wirklich tun soll, denn schließlich gab es ja auch schöne Zeiten mit ihm. Aber am Ende waren es doch die nicht so schönen Zeiten, die überwogen haben und als ich nur noch drüber gegrübelt habe, wie ich mit ihm Schluss mache und nicht mehr darüber, ob ich mit ihm Schluss mache, da stand für mich fest – egal wie, tu es jetzt. Und es war gut so. Der unterschiedliche Kinderwunsch war dafür aber nicht der Grund.

Jedenfalls war ich nicht übermäßig lange alleine (ca. 1 Jahr). Über das Internet lernte ich meinen jetzigen Partner (inzwischen Verlobten – ich nenne ihn mal *Budda*) kennen, wir trafen uns, kamen schnell zusammen und wollten auch beide relativ schnell gemeinsam Kinder. Nachdem wir also ca. ein halbes Jahr zusammen waren, habe ich (in Absprache mit *Budda*) die Pille abgesetzt – und war der Meinung, es wird sicher gleich im ersten Zyklus klappen. Natürlich war ich entsetzt, als es nicht so kam.

Und so probierten wir und probierten… meine Frauenärztin war informiert. Ich hatte im März 2011 Kontrolluntersuchung, wo ich mit ihr ausgemacht hatte, im April die Pille abzusetzen. Sie meinte, kommen Sie in einem halben Jahr wieder zur Kontrolle oder eher, falls die Regel ausbleibt. Sie blieb aus – 3 Monate lang – aber ich war nicht schwanger. Es wurden Blutuntersuchungen gemacht und PCO festgestellt. Sie schickte mich zum Endokrinologen, der ebenfalls einige Untersuchungen machte und feststellte, dass meine Zuckerwerte grenzwertig seien, aber noch kein Handlungsbedarf bestünde. Ich dürfte nur nicht weiter zunehmen, sollte wenn möglich etwas abnehmen, das könnte schon helfen (ich wog zu der Zeit 90 kg bei einer Größe von 1,60 m). Alternativ könnte ich auch ein Medikament nehmen (Metformin), um dem Eisprung auf die Sprünge zu helfen. Da ich aber eher nicht so der Typ bin, der gern Medikamente schluckt, sondern üblicherweise erst mal mit herkömmlichen natürlichen Mitteln versuche, dem Feind entgegen zu treten, sagte ich ihr, dass ich erst mal versuchen würde, etwas abzunehmen.

Wieder gesagt – getan, bei einem bekannten Programm angemeldet, mit dem meine Freundin nach der zweiten Schwangerschaft ziemlich überzeugende Erfolge verbucht hatte. Und so startete ich im Februar 2012 mein Abnehmprogramm und siehe da, ich verlor 18 Kilo in 3 Monaten. Seither halte ich das Gewicht und habe vor, nach Weihnachten noch etwas mehr loszuwerden.

Meine Regel war wie gesagt zwischenrein ca. 3 Monate nicht da gewesen, hatte dann wieder eingesetzt, allerdings unschön lange (10 Tage – keine Seltenheit). Und eine Schwangerschaft weit und breit nicht in Sicht – zumindest nicht bei mir. Auf der Straße dafür schienen alle anderen Frauen gerade hochschwanger zu sein, was ich auch in meinem näheren Umfeld feststellen musste.

Und jeder Zyklus, der erfolglos verging, versetzte mir einen Schlag in die Magengrube. Und wie ihr beim Lesen vielleicht schon festgestellt habt, es waren einige Zyklen. Mittlerweile ist Dezember und man kann sagen, 21 Monate – nicht ganz so viele Zyklen, denn ich hatte ja zwischendurch teilweise lange Regelpausen – haben wir also erfolglos geübt.

Ja, ich weiß, ich kann stolz darauf sein, so viel abgenommen zu haben und ich fühle mich auch wirklich wieder wesentlich wohler, aber dem Kinderwunsch hat das leider noch nicht geholfen und meiner Kinderwunschseele leider auch nicht, aber dazu später mehr.

Zwischendurch waren wir auch bei einer Heilpraktikerin, wo ich auch jetzt noch überzeugt bin, dass das was sie tut bzw. uns gezeigt hat (man nennt es Strömen - Jin Shin Jyutsu), tatsächlich eine Wirkung hat, denn seit wir das gemacht haben, habe ich zum ersten Mal in meinem Leben meine Regel sehr regelmäßig und auch so, wie sie sein soll (ca. 5 Tage, am Anfang stärker, dann abschwächend). Aber auch dadurch sind wir noch nicht schwanger geworden. Ich werde sie dennoch weiterhin um Rat und Hilfe befragen und hoffen, dass es etwas bewirkt (was auch immer).

Nun hat sich mein *Budda* mal untersuchen lassen. Erst war er beim Urologen. Der meinte, organisch sieht soweit alles normal aus. Er hat ihn zu einem Frauenarzt überwiesen, um ein Spermiogramm machen zu lassen. Der Termin war gestern. Die Auswertungen bekommen wir zugeschickt. Also mal kucken, was da rauskommt.

Eigentlich versuche ich, das Thema momentan abzuhaken, denn wir sind ziemlich mit den Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt und wenn ich jetzt schwanger werden würde, käme uns das vielleicht doch etwas in die Quere, denn im September 2013 soll der große Tag sein. Ich freu mich schon mega drauf, meinen *Budda* dann als meinen Mann bezeichnen zu dürfen. Ich glaube, er ist genau der Deckel, der zu mir gehört. Eigentlich kann ich den Tag gar nicht so richtig erwarten. Aber die Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude, so wie zu Weihnachten… :-)  Ich liebe Weihnachten (und das meine ich ganz ehrlich!).

Und trotzdem bin ich enttäuscht, wenn wieder die rote Pest einsetzt. Am Wochenende müsste es wieder so weit sein und wenn ich meinen Körper richtig beobachtet und die Zeichen richtig gedeutet habe, dann wird sie auch pünktlich kommen. Okay, diesmal ist das nicht so schlimm, das erspart uns einige Umbuchungen, was die Hochzeit angeht. Aber dennoch ist es ernüchternd.


Irgendwie hab ich dadurch, dass ich ewig nicht schwanger werde, das Gefühl, keine vollwertige Frau zu sein. Der ein oder andere mag sagen, dass das Quatsch ist, aber dennoch fühle ich mich so.